Protokoll zu den Arbeitskreissitzungen im Mai 2008

Gemeinde Barum – Gemeinde Marschacht

Dorferneuerung Barum, Horburg, St. Dionys und Oldershausen

Protokoll zur Arbeitskreissitzung Barum und St. Dionys

07.05.2008; 19.30 – 22.15 Uhr

Protokoll zur Arbeitskreissitzung Horburg

15.05.2008; 19.00 – 21.00 Uhr

Teilnehmer: Mitglieder des Arbeitskreises, Herr Warnecke (Planungsbüro Warnecke)

Barum – St. Dionys
Anhand von Katasterplänen im Maßstab 1:1000 wurde im Arbeitskreis die bauliche Entwicklung von Barum und von St. Dionys nachvollzogen und die früheren und vorhandenen Nutzungen wie Landwirtschaft, Gewerbe, Dienstleistungen eingetragen. Die alten Ortskerne mit ihrer ursprünglich landwirtschaftlich ausgerichteten Bebauung, die im Blickpunkt der Förderung stehen, nehmen dabei in beiden Fällen eine vergleichsweise kleine Fläche ein. Relativ eindeutig lassen sich die baulichen Erweiterungen nach 1945 in den einzelnen Straßenzügen nachvollziehen, die durch den jeweiligen zeitgemäßen Baustil geprägt sind. Beachtenswert ist in St. Dionys das sogenannte „Heidedorf“, das im Südosten Anfang der 70er Jahre als einheitlich in Fachwerkbauweise errichtete Siedlung (auf einem Flurstück) entstand. In Bezug auf die genauere bauliche Entwicklung hat sich Frau ... bereiterklärt, über ihre Eltern weitergehende Information abzufragen.

In Bezug auf die Dorfgemeinschaft besitzen die bestehenden Vereinigungen eine große Bedeutung und sind dabei fast sämtlich auf die drei Ortsteile ausgerichtet, die seit 1972 eng miteinander verbunden sind. Als mitgliederstärkste Vereine bestehen der Sportverein Barum (ca. 300 Mitglieder; Sparten Hallensport und Fußball), der Schießclub Barum (ca. 100 Mitglieder); der Tennisclub Barum (ca. 120 Mitglieder) sowie das Bürgernetz (ca. 70 Mitglieder). Insgesamt weisen auch die Feuerwehren eine Mitgliederstärke von über 100 Personen auf, wobei sie jedoch jeweils örtlich angesiedelt sind und in jedem Ortsteil eine wichtige integrative Bedeutung innehaben. Die Kinder- und Jugendarbeit erfolgt hier aber wiederum zentriert: Die Kinder von 6 bis 10 Jahren sind in der Floriansgruppe zusammengefasst, die in St. Dionys besteht, während die Jugendlichen von 11 bis 18 Jahren in Barum stationiert sind.

Aufgrund der Nähe zum Barumer See und anderer Gewässer bestehen zudem ein Kanu- und ein Angelverein, deren Mitglieder jedoch überwiegend aus Hamburg stammen. Neben dem Barumer Motorradclub bestehen in Barum immerhin 9 Kegelvereine, die im örtlichen Gasthaus angesiedelt sind. Diese regionale Besonderheit leitet sich aus der Bedeutung des Kegelsports in den 50er und 60er Jahren ab, als hier sogar 21 (!) verschiedene Clubs nebeneinander existierten. Von großer Wichtigkeit in Bezug auf die Lebenssituation der älteren Bewohner sind die vom DRK veranstalteten Treffen und Veranstaltungen in der Gaststätte anzuführen. Dagegen steht für die Kinder und Jugendlichen ein Treffpunkt im Gebäudekomplex von Schule / Kindergarten zur Verfügung, der zudem durch zwei Jugendbetreuer der Samtgemeinde begleitet wird.

In Bezug auf die Kinder- und Jugendarbeit, aber auch in Hinblick auf die Betreuung der älteren Generation kommt zudem der Kirchengemeinde St. Dionys sehr große Bedeutung zu, deren Wirkungskreis sich jedoch nicht nur auf die Gemeinde Barum beschränkt, sondern auch die Ortsteile Bütlingen, Brietlingen und Lüdershausen mit umfasst. In St. Dionys besteht zudem der Golfclub, dem jedoch mit Blick auf die Herkunft der Mitglieder weniger integrative Wirkung hinsichtlich der Dorfgemeinschaft zufällt.

Für St. Dionys wurde die Gestaltung der innerörtlichen, kommunalen Straßenräume Gotenweg, Barbarossaweg und Heinrich-der-Löwe Weg angesprochen. Im Gotenweg stellt sich die vorhandene Asphaltfahrbahn aufgrund des nicht den heutigen Belastungen entsprechenden Aufbaus als weithin abgängig dar. Außerdem sind die unbefestigten, als Grasflächen angelegten Randstreifen im Übergang zu den benachbarten Grundstücken fast auf gesamter Länge sehr ausgefahren, weil diese im Begegnungsfall zweier Fahrzeuge überfahren werden müssen und weil sie durch den Besucherverkehr der Kirche beparkt werden. Des weiteren wird dieser Straßenraum auch vom Busverkehr durchfahren, denn die zentralen Haltestellen des Ortes liegen beiderseits im Bereich der Einmündung vom Barbarossaweg. Auch in diesen Bereichen zeigt sich Handlungsbedarf: Auf der westlichen Straßenseite liegt der Haltebereich auf der Verkehrsinsel zwischen den beiden Einmündungen in den Barbarossaweg und stellt sich in seiner schmal ausgebildeten Befestigung als sehr uneben dar. Gleiches gilt für den Wartebereich auf der östlichen Straßenseite, wo die abgrenzenden Hinweiskästen und Informationsschilder zudem einer ordnenden Gestaltung bedürfen. Für die wartenden Fahrgäste besteht derzeit lediglich ein Unterstand als an das dörfliche Baubild wenig angepasste Vollholzkonstruktion, der südlich der Einmündung vom Barbarossaweg gelegen aber keine direkte Verbindung mit den Haltestellen aufweist.

Da die Erneuerung des Straßenraumes grundhaft mit dem kompletten Abtragen der vorhandenen Befestigungsmaterialien und dem Herstellen der entsprechenden Tragschichten erfolgen muss, sollte die Oberfläche nicht mehr bituminös, sondern in Betonsteinpflasterbauweise erfolgen. Mit entsprechenden Größen, Oberflächen und Farbspielen kann damit eine weitgehende Orientierung an den traditionellen Natursteinpflasterungen erfolgen, wobei ein Wechsel der Pflasterung unterschiedliche Funktionsbereiche im Straßenraum anzeigen kann. Die Einfassung der Pflasterflächen sollte ausschließlich mit Tiefborden erfolgen, auf den Einsatz von Hochborden sollte dagegen – evtl. mit Ausnahme als Einstiegshilfe im Bereich der Bushaltestellen – verzichtet werden. Der ohnehin schmale Straßenraum sollte als von sämtlichen Verkehrsteilnehmern gleichberechtigt und damit mischgenutzte Verkehrsfläche wahrgenommen werden.

Die beigefügten Skizzen zeigen eine mögliche Neugliederung des Straßenraumes mit einer neuen Fahrbahnbefestigung in ca. 3 m Breite, an die auf der einen Seite eine Muldengosse (0,5 m) und auf der anderen Seite ein überfahrbarer Pflasterstreifen (in unterschiedlichen Breiten von 1,0 bis 1,8 m) angelagert werden könnte. Mit Blick auf die traditionelle Gestaltung bzw. historische Bedeutung im Umfeld der Kirche und in Bezug auf die hier vorhandene Natursteinmauer wird für den im Begegnungsfall überfahrbaren bzw. im Bedarfsfall überparkbaren Seitenstreifen der Einsatz eines regionaltypischen Natursteinpflasters (Feldstein oder behauenes Großsteinpflaster) vorgeschlagen, die graue, anthrazitfarbene, braune, rote und violette Farbnuancen zeigen. Für das Betonsteinpflaster in der Fahrbahn wird hingegen ein grau- / anthrazitfarben nuanciertes Betonsteinpflaster in der Größe 21x14x8 cm vorgeschlagen. Um die Einmündungsbereiche der anderen kommunalen Straßen für den Verkehrsteilnehmer deutlich zu kennzeichnen, sollte hier ein Farbwechsel erfolgen, der z.B. mit einer rot-braun nuancierten Oberfläche (bei gleichem Steinformat) vorgenommen werden könnte.

Dort, wo im unmittelbaren Umfeld der Kirche der Straßenraum genügend Fläche bietet, sollte zur Sicherung eines gewissen Stellplatzbedarfes zudem eine randliche Befestigung mit einem Wuchsfugenpflaster hergestellt werden. Dieses wird aus quadratischen Pflastersteine 20x20x8 cm mit Abstandshaltern gebildet, die eine 3 cm breite Fuge ausbilden, die oberflächlich mit einem Gemisch aus Splitt-Mutterboden und Rasenansaat verfüllt wird. Durch den Rasendurchwuchs stellt sich diese befestigte Fläche zukünftig als eher dem mit Rasenansaat neu herzustellenden Seitenstreifen zugehörig dar. Um Fahrspuren in den begrünten Seitenstreifen auch im Begegnungsfall weiter zu vermeiden, kann zudem die Ausbildung von Schotterrasenstreifen (verdichtetes Mineralgemisch mit Mutterbodenanteilen im Verhältnis 3:2 in 20 cm Stärke) empfohlen werden.

Offen bleibt zunächst die Gestaltung im Bereich der Einmündung vom Barbarossaweg in den Gotenweg bzw. der hier angrenzenden Buswartebereiche. Hier wird eine Neugestaltung angeregt, wobei zu prüfen ist, ob dem Bus hier evtl. eine Wendemöglichkeit eingeräumt werden kann, damit das Durchfahren vom Gotenweg unterbleiben kann. Neben der Neuordnung und Gestaltung der Buswartebereiche wäre zudem die Einfahrt in den Barbarossaweg stärker zu reglementieren, um die oft überhöhten Geschwindigkeiten bei Abbiegevorgängen zu unterbinden. Insgesamt wird sich auch in Abschnitten die Erfordernis einer Neuanbindung an den Regenwasserkanal stellen. Zu bedenken ist dabei jedoch, dass diese Kosten nicht im Rahmen der Dorferneuerung berücksichtigt bzw. gefördert werden können!

Im Unterschied zum Gotenweg stellt sich im Barbarossaweg nicht die Aufgabe, die asphaltierte Fahrbahn zu erneuern. Allerdings wird hier empfohlen, die durch die Begrünung stetig hochwachsenden Seitenbereiche abzuschieben (d.h. ein gleichsinniges Gefälle von ca. 2 % auf ca. 1,5 m Länge vom Fahrbahnrand auszubilden), damit das von der Fahrbahn abfließende Wasser nicht an der Fahrbahnkante entlang geführt wird. Sinnvoll erscheint es, die auf der nördlichen Fahrbahnseite etwa vor dem Grundstück der Kirchengemeinde vorhandene Gosse zu verlängern. Mit Blick auf die schmale Fahrbahn (3 m) sollte zudem die Befestigung eines Ausweichstreifens erwogen werden. So könnte ein etwa 1 - 1,5 m breiter Seitenstreifen mit 20 cm starker Mineralgemischbauweise angelegt werden, der in der Oberfläche eine ca. 4-5 cm starke Brechsandabdeckung mit feineren Korngrößenanteilen zwischen 0 - 8 mm aufweisen sollte.

Dagegen stellt sich die Asphaltbefestigung im Heinrich-der-Löwe Weg wiederum abgängiger und baufälliger dar. Alters- bzw. gebrauchsbedingte Risse und Abplatzungen sowie durch mangelhafte Wasserabführung im Randbereich ausgelöste Schäden sind augenfällig; zudem stellen durch Tiefbauarbeiten bedingte nachträgliche Asphaltierungen an ihren Nahtstellen potentielle Schwachstellen dar. Sofern sich bei einer später vorzunehmenden Probe die Tragfähigkeit des Aufbaus als ausreichend erweist, könnte hier aus Sicht der Planung eine Erneuerung in Form des Aufbringens einer bituminösen Tragdeckschicht erfolgen. Zusätzlich könnte wie im Barbarossaweg die Ausbildung eines Ausweichstreifens in Mineralgemischbauweise erfolgen. Mit Blick auf einen mit jeder Dorferneuerungsmaßnahme zu erzielenden gestalterischen Gewinn wäre zudem einheitliche Herstellung der Grundstückszufahrten (in Betonsteinpflasterbauweise) vorzunehmen. Sinnvoll wäre auch die Befestigung des Wendebereiches am südlichen Ende des Weges in Ausrichtung auf die Befahrung durch das Müllfahrzeug sowie die Betonung des Einmündungsbereiches im Norden.

Im kommunalen Straßenraum von Barum ergibt sich im Rahmen der Dorferneuerung Handlungsbedarf im Bereich der Alte Dorfstraße sowie im Zuge der Straße Am Sportplatz. Dieser insgesamt etwa 12 m breite Straßenraum weist derzeit eine 3 m breite Asphaltfahrbahn auf und erschließt in seinem nördlichsten Abschnitt die Feuerwehr, woran sich unmittelbar südlich die Aufstellfläche für den neu etablierten Wochenmarkt in Barum anschließt. Entsprechend der Nutzung als Stellplatzfläche für die Mitglieder der Feuerwehr stellt sich der Seitenraum im nördlichen Abschnitt als weithin ausgefahren und unreglementiert dar. Auch die Fahrzeuge der Marktbeschicker müssen weitgehend in den Grasflächen aufgestellt werden. Entsprechend ergibt sich hier Handlungsbedarf sowohl für die Befestigung von Stellplätzen für die Feuerwehr sowie für die Anlage einer Platzfläche für den Marktstandort, der etwa 10 Marktstände umfassen sollte.

Mit Blick auf die westlich angrenzenden Grundstücke vom Bolzplatz, vom Spielplatz und der Feuerwehr sowie dem dahinterliegenden Grundstück mit dem Gemeindebüro ergibt sich die Möglichkeit, durch eine weitergehende Neuordnung der Flächen eine Aufwertung dieses gesamten Bereiches zu erzielen, der mit seinen Einrichtungen und wegen seiner günstigen Lage das dörfliche Zentrum von Barum bildet. Überlegenswert erscheint z.B. die flächenhafte Verkleinerung von Bolzplatz und Spielplatz zugunsten der Ausbildung einer größeren Platzfläche am Weg Am Sportplatz. Weiterhin ist die gewünschte Erweiterung vom Feuerwehrgerätehaus zu berücksichtigen, die aus Sicht der örtlichen Feuerwehr um zwei Garagen ergänzt werden soll. Wünschenswert erscheint zudem die stärkere Integration vom Grundstück des Gemeindebüros in die umgebenden kommunalen Flächen; insbesondere die Einfriedung der ehem. Telekomanlage stellt derzeit eine strikte Trennung her. Die Rasenfläche im östlichen Umfeld vom Gemeindebüro unterliegt damit keiner sinnvollen Nutzung und könnte deshalb sowohl dem Spielplatz als auch als Freifläche der Feuerwehr dienen.


Horburg
Für die Straße Zur Horburg wurde der Darstellung vom Bestand die bereits angedeutete Planung gegenübergestellt. Weitgehend kann demnach das wünschenswerte Ausbauprinzip mit einem von der Fahrbahn getrennt durch einen 1-2 m breiten Grünstreifen verlaufenden Gehweg mit 1,5 m Breite erfolgen. Für die Fahrbahn ergibt sich eine 3,7 m breite Asphaltfahrbahn mit Dachprofil, an die sich auf der nördlichen Seite (wo der Fußweg verläuft) eine zweireihige, 33 cm breite Gosse und ein mit 4 cm Ansicht gesetztes Tiefbord anschließt. Auf der südlichen Seite soll dagegen eine dreireihige, 50 cm breite Muldengosse sowie ein ca. 1,0 m breiter Natursteinpflasterstreifen (behauenes Großsteinpflaster) anschließen. Alternativ könnte für diesen Ausweichstreifen auch ein Betonsteinpflaster mit entsprechendem Farbspiel (regionaltypisch wären in Anlehnung an die Natursteine die Farbtöne grau, anthrazit, braun, rot, violett) vorgesehen werden. Insgesamt ergibt sich damit eine Gesamtfahrbahnbreite von etwa 5,5 m, die dem Begegnungsfall zweier LKW genügt. Da der landwirtschaftliche Verkehr mit Ausnahmegenehmigung z.T. überbreite Fahrzeuge einsetzt und dieser Verkehr mit Blick auf das hier angesiedelte Lohnunternehmen einen relativ hohen Anteil einnimmt, sollten die unmittelbar angrenzenden Grünflächen auf einer Breite von 0,5 m zusätzlich mit Schotterrasen ausgestattet werden.

Im westlichen Abschnitt der Straße Zur Horburg besteht aufgrund der zur Verfügung stehenden Straßenraumbreite jedoch keine Möglichkeit, den Gehweg durch einen Grünstreifen von der Fahrbahn zu führen. Hier wird statt dessen der Ausweichstreifen zwischen die asphaltierte Fahrbahn und ihre begleitenden Gossen einerseits und den Fußweg andererseits gelegt. Abgesetzt von der Befestigung der Fahrbahn bzw. des Seitenstreifens sollen sich die Flächen der Einmündungs- und Kreuzungsbereiche gestalten, wo erstens ein Materialwechsel durch eine flächenhafte Betonsteinbefestigung erfolgen soll, die zweitens durch eine andere Farbgestaltung (z.B. rot-braun nuanciert) von den anderen Farben im Verlauf der Straße hervorgehoben werden soll. Im Hinblick auf das Gesamtbild des Straßenraumes wäre auch eine einheitliche Gestaltung der Grundstückszufahrten wünschenswert. Hierzu müsste eine gezielte Abstimmung mit den Anliegern erfolgen; denn einige Zufahrten bzw. Vorbereiche sind bereits ortsbildgerecht ausgebildet (z.T. Natursteinpflaster!).

Im Seitenbereich sind des weiteren auch einzelne Stellflächen vorzusehen. Überlegenswert erscheint auch eine Neuorientierung des zentral gelegenen Parkplatzes gegenüber vom Dorfgemeinschaftshaus bzw. der Feuerwehr im Einmündungsbereich von Am Ilmenautal, der derzeit noch nicht befestigt bzw. gestaltet ist. Eine deutliche Orientierung zum Dorfgemeinschaftsbereich wäre hier sinnvoll, damit Besucher diesen Parkplatz gezielter annehmen und nicht den Straßenraum blockieren.

Die Fahrbahnentwässerung der Straße Zur Horburg soll etwa den heute bestehenden Zwangspunkten folgen, indem die vorhandenen Anschlüsse und Kanalabschnitte, die in entsprechende Gräben einleiten, möglichst wieder aufgegriffen werden sollen. In einigen Abschnitten werden sich aber ergänzende Einbauten von zusätzlichen Abläufen und Regenwasserkanälen nicht vermeiden lassen. Diese Teilbereiche können aber nicht im Rahmen der Förderung berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang wäre auch der Durchlass im Bereich der Grundstücke Nr. 11 und Nr. 13 zu erweitern bzw. umzubauen.

Der Fußweg soll auf gesamter Länge durchlaufend ausgebildet werden; lediglich in den Abschnitten zwischen Kreisstraße und Schulstraße sowie zwischen Schulstraße und Zugang zum Ehrenmal (mit fußläufiger Verbindung der hinterliegenden Neubaubereiche) soll auch auf der südlichen Seite der Gehweg erhalten bleiben. Aufgrund der kleinen Aufstellfläche sollten die Haltestellen unmittelbar nördlich vom Schulgrundstück angelegt werden, wo durch den sich aufweitenden Straßenraum eine großzügigere (und damit für die Kinder sicherere) Anlage möglich ist.

Auch der Einmündungstrichter zur Kreisstraße sollte in diesem Zusammenhang neu ausgebildet werden, wobei durch den Verzicht auf den Fahrbahnteiler der südliche Randbereich der Fahrbahn vergrößert werden könnte. Dadurch würde die Einmündung stärker im rechten Winkel reglementiert auf die übergeordnete Straße treffen, womit sich verringerte Geschwindigkeiten bei den Abbiegevorgängen verbinden. Zudem wird durch die Erweiterung des südlichen Fahrbahnrandes die Anlage einer Grünfläche ermöglicht, die u.a. die Sicht auf die gestalterisch im Ortseingangsbereich störenden Schaltkästen der Telekom verstellen könnte. Eine Umgestaltung des Einmündungstrichters sowie die Verlagerung der Haltestellen setzt aber die Zustimmung der Straßenverkehrsbehörde (Landkreis Lüneburg) voraus.

Im westlichen Ortseingangsbereich ist ebenso eine reglementierende Wirkung auf den aus Richtung Oldershausen oft mit überhohen Geschwindigkeiten einfahrenden Verkehr vorgesehen, indem die Ränder der Asphaltfahrbahn mit einem unregelmäßigen Natursteinpflaster ersetzt werden. Damit wird zumindest der PKW-Verkehr angehalten, lediglich die dann schmaler ausgebildete Asphaltfahrbahn zu benutzen, während die Randbereiche aber weiterhin durch den schweren landwirtschaftlichen Verkehr überfahren werden können.

Nach Festlegung von weiteren gestalterischen Details (insbesondere soll auch der Einbau eines Fahrbahnteilers auf Höhe der Grundstücke 16 – 20 erwogen werden) sollen anschließend die wahrscheinlich entstehenden Kosten vom Planungsbüro geschätzt werden, damit seitens der Samtgemeinde die Größenordnungen für die Beteiligung der Anlieger festgestellt werden können. Seitens der Gemeinde bzw. Samtgemeinde bleibt bis dahin zu klären, welche Anteiligkeit sich nach der Straßenausbaubeitragssatzung für die Anlieger ergibt; möglich erscheinen derzeit 60 % oder 75 %. Unbenommen davon wird aber von den förderfähigen Kosten, das sind die Nettobaukosten (ohne Regenwasserkanal, s.o.) zzgl. der Nettoplanungskosten (incl. Vermessung), zunächst die Förderung der Dorferneuerung abgezogen, so dass lediglich die verbleibenden Kosten (ca. 50 %) auf die Gemeinde einerseits und auf die Anlieger andererseits umgelegt werden können.

Die nächsten Treffen der Arbeitskreise finden statt am:

Arbeitskreis Barum und St. Dionys

Mittwoch, 11.06.2008, um 19.30 Uhr in der Gaststätte Flindt

Arbeitskreis Horburg

Donnerstag, 05.06.2008, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Horburg

 

Themen:

Barum und St. Dionys:Gotenweg / Barbarossaweg / Dorfplatz - Am Sportplatz / Alte Dorfstraße

Horburg: Ausbauvorschlag Straße Zur Horburg / Schulstraße / Ausstattung der Straßenräume

 

Bad Bevensen, 29.05.2008
Volker Warnecke