Protokoll zu den Arbeitskreissitzungen im Oktober 2008

Gemeinde Barum – Gemeinde Marschacht
Dorferneuerung Barum, Horburg, St. Dionys und Oldershausen

Protokoll zur Arbeitskreissitzung Horburg
01.10.2008; 19.00 - 20.00 Uhr

Protokoll zur gemeinsamen Arbeitskreissitzung Barum, St. Dionys und Horburg
01.10.2008; 20.00 - 21.00 Uhr

Teilnehmer: Mitglieder des Arbeitskreises, Herr Schröder und Warnecke (Planungsbüro)

1. Horburg

Ohne Beteiligung des DE-Planers erfolgte die nochmalige Begutachtung des vorliegenden Planungsentwurfes für den Straßenraum Zur Horburg. Einige wichtige, im Arbeitskreis besprochene und auch protokollierte Änderungen sind offenbar noch nicht in der Planzeichnung geändert worden (u.a. Buswartezone; Fahrbahnverschwenkung; Seitenraumbefestigung; ergänzende oder entfallende Bepflanzung; Grundstückzufahrten). Dieses wird für die Entwurfsfassung des Dorferneuerungsplanes nachgeholt.

Außerdem wird diese Vorplanung dem mit der Ausführungsplanung betrauten Ingenieurbüro übergeben, welches die Entwurfsplanung mit detaillierter Kostenschätzung entwickeln soll. Die Maßnahme „Zur Horburg“ muss bis zum 15. Januar 2009 bei der GLL beantragt werden, um bereits im folgenden Jahr berücksichtigt zu werden. Sobald die Planung vom Ingenieurbüro übernommen bzw. ergänzt worden ist, wird eine erneute Beteiligung des Arbeitskreises sowie der Anlieger aus Horburg erfolgen.


2. Im Rahmen der Dorferneuerungsplanung Barum - Horburg - St. Dionys
und Oldershausen fanden folgende Termine statt:

Bürgerversammlung 09.01.2008 Auftaktveranstaltung in Barum - Bildung der Arbeitskreise

1. Arbeitskreis 02.02.2008  Ortsbegehungen in Barum, Horburg, St. Dionys - Problemlagen und Lösungsansätze in den Dörfern

2. Arbeitskreis 09.02.2008 Ortsbegehung in Oldershausen - Problemlagen und Lösungsansätze

3. Arbeitskreis 05.03.2008  Barum / St. Dionys: Bestandsaufnahme; Überregionale Straßenräume; ÖPNV-Anbindung und Buswartebereiche; Brücke an der Schule

4. Arbeitskreis 06.03.2008  Horburg: Ansätze zur Gestaltung Straßenraum Zur Horburg

5. Arbeitskreis 12.03.2008 Oldershausen: Wahl des Arbeitskreissprechers; Überregionale
 Straßenräume und Anlage eines kombinierten Geh- und Radweges

6. Arbeitskreis 02.04.2008 Barum / St. Dionys: Wahl des Arbeitskreissprechers;
 Straßenräume K 1 und K 12

7. Arbeitskreis 03.04.2008 Horburg: Wahl des Arbeitskreissprechers;
 Bestandsaufnahme - Siedlungsentwicklung

8. Arbeitskreis 09.04.2008 Oldershausen: Bestandsaufnahme - Siedlungsentwicklung; ergänzende Ansätze für überregionale Straßenräume

Sonderarbeitskreis 22.04.2008 Beteiligung und Information der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe (Landwirtschaftskammer)

9. Arbeitskreis 07.05.2008 Barum / St. Dionys: Bestandsaufnahme - Siedlungsentwicklung; Innerörtliche Straßenraumgestaltungen Gotenweg, Barbarossaweg, Heinrich-der-Löwe Weg; Marktplatz mit Feuerwehr und Gemeindebüro

10. Arbeitskreis 15.05.2008 Horburg: Straßenraumplanung Zur Horburg

11. Arbeitskreis 14.05.2008 Oldershausen: Innerörtliche Straßenräume Schlaugenweg, Fährstieg, Kastanienallee

12. Arbeitskreis 05.06.2008 Horburg: Straßenräume Zur Horburg, Parkplatz, Im Winkel
 und Schulstraße; Straßenbeleuchtung

13. Arbeitskreis 11.06.2008 Barum / St. Dionys: Innerörtliche Straßenraumgestaltungen Barbarossaweg / Gotenweg; Festplatz; Marktplatz mit Feuerwehr; Alte Dorfstraße

14. Arbeitskreis 12.06.2008 Oldershausen: Feuerwehrgebäude; Gemeinschaftsfläche; Anlage einer Fußgängerbrücke und ergänzende Spazierwege; Straßenräume Hörstenweg und Achtern Busch

15. Arbeitskreis 28.06.2008 Gemeinsamer Arbeitskreis Barum / St. Dionys / Horburg: Beispiele für Straßenraumgestaltungen in den Landkreisen Lüneburg und Uelzen

16. Arbeitskreis 02.07.2008  Barum / St. Dionys: Übersicht und Ergänzung von öffentlichen Maßnahmen (Langobardenweg und Bushaltestelle Einmündung Rethwinkelweg); private Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung

17. Arbeitskreis 09.07.2008 Oldershausen: Feuerwehrgebäude und Zufahrt; private Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung

18. Arbeitskreis 06.08.2008  Horburg: Kostenschätzung Zur Horburg; private Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung

19. Arbeitskreis 03.09.2008 Barum / St. Dionys: Naturraum; Schutzwürdige Bereiche; Dorfgrün und Landschaft; ortstypische, standortgerechte Bepflanzung und Maßnahmen

20. Arbeitskreis 04.09.2008 Horburg: Naturraum; Schutzwürdige Bereiche; Dorfgrün und Landschaft; ortstypische, standortgerechte Bepflanzung und Maßnahmen

21. Arbeitskreis 10.09.2008 Oldershausen: Naturraum; Schutzwürdige Bereiche; Dorfgrün und Landschaft; ortstypische, standortgerechte Bepflanzung und Maßnahmen

22. Arbeitskreis 01.10.2008 Barum, St. Dionys und Horburg: Gemeinsamer Arbeitskreis - Abstimmung der Prioritätenlisten der öffentlichen Maßnahmen

23. Arbeitskreis 15.10.2008 Oldershausen: Abstimmung der Prioritätenliste der öffentlichen Maßnahmen

Weiterer Ablauf:

Dezember 2008   Fertigstellung der Planung im Entwurf - Abgabe an Arbeitskreise, Gemeinden, Samtgemeinden, Amt für Landentwicklung, Landkreise, NLSTBV, Landwirtschaftskammer

Februar 2009   Vorstellung der Planung und der Stellungnahmen in den Gemeinderäten (mit Abwägungsvorschlägen hinsichtlich Änderungen oder Ergänzungen)

März 2009 Vorlage der Planung beim Amt für Landentwicklung zur Genehmigung Abschließende Bürgerversammlung; Beginn der offiziellen Förderungsphase
Beantragung von Maßnahmen ab April 2009

Anmerkung: Die aufgeführte Arbeitskreisbezifferung weicht von der im Protokoll verwendeten ab; hier wurden die Ortsbegehung und der Arbeitskreis der Landwirte nicht mitgezählt..


3.  Übersicht über mögliche Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung
und Abstimmung über die Prioritäten

Im Rahmen der Dorferneuerung wird seitens der Genehmigungsbehörde die Aufstellung einer Prioritätenliste gefordert, die später bei einer Umsetzung von den Gemeinden und damit den politischen Gremien wieder aufgegriffen werden soll.

Zweifellos obliegt es dem Gemeinderat, über die Planung und Ausführung einer kommunalen Maßnahme zu entscheiden. Allerdings muss ein Abweichen von der im Arbeitskreis manifestierten Meinung der Bürger bei der Beantragung besonders begründet werden und setzt eine Überarbeitung der Prioritätenliste mit nochmaliger Einberufung des Arbeitskreises voraus. Zudem können Vorhaben, die nicht im Dorferneuerungsplan genannt werden, nicht beantragt bzw. gefördert werden.

Um die Wichtigkeit und Dringlichkeit der erarbeiteten Maßnahmen zu bewerten, war wiederum die aktive Mitarbeit der Arbeitskreisteilnehmer gefordert. Die in den Arbeitskreisen aufgestellten Maßnahmen sollten in einer schriftlichen Abstimmung mit Punkten bewertet werden.

Jeder Arbeitskreisteilnehmer konnte für seinen Ort abstimmen: In Barum waren 12 Punkte, in St. Dionys 15 und in Horburg 7 Punkte zu vergeben, wobei maximal 3 Punkte für eine Maßnahme einzutragen waren. Da kein Arbeitskreismitglied aus St. Dionys vertreten war, stimmten die Teilnehmer aus Barum für St. Dionys mit ab, weil beide Orte innerhalb eines Arbeitskreises bearbeitet wurden.

Die Maßnahmen, die sich nicht unmittelbar auf die Ortslage beziehen, wurden nicht bewertet und werden gesondert angeführt. Maßnahmen mit gleicher Punktzahl wurden einvernehmlich in die Reihenfolge übernommen. Nach der Auszählung ergab sich folgende Einstufung:

Barum

1. Platzgestaltung im Straßenraum Am Sportplatz (Marktplatz) mit Freiflächengestaltung
zwischen Feuerwehr und Gemeinde (12 Punkte)

2. Erneuerung und Dämmung der Dachflächen an der Schule; Umbau des Nebengebäudes,
Befestigung des Wegesystems vom Kindergarten (10 Punkte)

3. Umgestaltung zentrale Kreuzung K 1 - K 12 - Alte Dorfstraße;
Umgestaltung vom Buswartebereich; Gestaltung Grünfläche (8 Punkte)

4. Erneuerung vom Feuerwehrgebäude (4 Punkte)

5. Verkehrsberuhigende Maßnahmen im Zuge der Kreisstraßen (4 Punkte)

6. Anlage einer Bushaltestelle Einmündung Rethwinkelweg / Am See (K 1) (4 Punkte)

7. Straßenraumerneuerung Alte Dorfstraße (4 Punkte)


Horburg

1. Erneuerung und Umgestaltung vom Straßenraum Zur Horburg; Verkehrsberuhigung; Straßenbeleuchtung; Betonung der Einmündungen und Befestigung vom Parkplatz; Bepflanzung (21 Punkte)

2. Straßenraumerneuerung Schulstraße (11 Punkte)

3. Straßenraumerneuerung Im Winkel (10 Punkte)

4. Umgestaltung der Grünfläche am Ehrenmal; Bepflanzung (6 Punkte)


St. Dionys

1. Gestaltung vom Friedhof (13 Punkte)

2. Straßenraumerneuerung Gotenweg / Umgestaltung der Einmündung Barbarossaweg und Neuanlage der Bushaltestelle (12 Punkte)

3. Umgestaltung vom Dorfplatz und Gestaltung vom Vorplatz der Gaststätte Mykonos (9 Punkte)

4. Gestaltung vom Straßenraum vom Barbarossaweg und Vorplatzgestaltung am Friedhof (9 Punkte)

5. Gestaltung vom Kirchhof (8 Punkte)

6. Straßenraumerneuerung vom Heinrich-der-Löwe Weg (6 Punkte)

7. Verkehrsberuhigende Maßnahme am nördlichen Ortseingang (4 Punkte)

8. Neubepflanzung Widukindweg (4 Punkte)

9. Verkehrsberuhigende Maßnahme am westlichen Ortseingang (3 Punkte)

10. Befestigung vom Langobardenweg (bis Bebauungsende) (3 Punkte)


4.   Hinweise für interessierte Bürger

Wie wird festgestellt, ob ein Vorhaben förderfähig ist und wie ist der Ablauf, um die Fördergelder zu erhalten? Diese Fragen ergeben sich für zahlreiche Bürger, die sich bei Interesse einfach an das Planungsbüro wenden können (ohne dass für Sie Kosten entstehen!).

In der abschließenden Bürgerversammlung whs. im März wird auf diese Thematik gezielt eingegangen. Die klassische Vorgehensweise wurde bereits im 6. AK bzw. im entsprechenden Protokoll angeführt. Seitens des Planungsbüros wird ein beidseitig bedrucktes A4 Informationsblatt entworfen, das seitens der Gemeinde oder auch der Arbeitskreisteilnehmer an mögliche Interessierte verteilt werden kann.

Um möglichst viele Eigentümer älterer Gebäude zu erreichen und für die mögliche Dorferneuerungsförderung zu interessieren, sollten möglichst auch Termine der Dorfgemeinschaft genutzt werden. Auch die Übergabe der Planentwurfes im März könnte z.B. durch eine größeren Pressetermin begleitet werden.


5.  Arbeitskreise -Dorferneuerung Barum, Horburg und St. Dionys-

Abschließend möchte ich mich bei Ihnen für die Mitarbeit - und namentlich bei Herrn Meyn und Herrn Paeper - für die bisherige Zusammenarbeit bedanken und Sie gleichzeitig auffordern, Anregungen oder Bedenken zum Entwurf der Planung zu formulieren. Spätestens bei der Vorstellung im Gemeinderat oder bei Beantragung der ersten Maßnahme werden die Arbeitskreise wieder einberufen.

Hoffen wir auf eine erfolgreiche Umsetzung unserer Vorstellungen! Mit der Errichtung der Fußgängerbrücke an der Schule ist quasi die erste wichtige Maßnahme, die auch im Arbeitskreis diskutiert wurde, bereits erfolgt – wenn auch über die parallel laufende LEADER-Förderung.

Volker Warnecke