Alarmübung unter realen Bedingungen in St. Dionys

Um 20.20 Uhr am Mittwochabend, den 28.08.2013, war es vorbei mit der abendlichen Ruhe. Sirenen in Bardowick, Barum, Handorf, Horburg, Wittorf und St. Dionys riefen rund 120 Feuerwehrleute zum Einsatz nach St. Dionys. In der Karl – der – Große – Straße wurde eine starke Rauchentwicklung aus einem leerstehenden Gasthaus gemeldet.

Das vermeintliche Feuer entpuppte sich als eine Alarmübung, die von den Kameraden Detlev Gaack, Frank Fehlhaber und dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Bernd Wehling ausgearbeitet wurde. Da das Gebäude demnächst abgerissen werden soll, konnte man hier unter realen Bedingungen den Ernstfall üben.

Schwerpunkte waren der Einsatz von Atemschutzgeräteträgern, der Schutz der Nachbargebäude und der Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecke. Einsatzleiter Sven Lehmann teilte gleich zu Beginn die Einsatzstelle in mehrere Einsatzabschnitte auf, um eine bessere Koordination zu gewährleisten. Es wurden daher die Abschnitte Atemschutzeinsatz, Riegelstellung und Wasserversorgung geschaffen. Letzterer stellte die Einsatzkräfte zunächst vor größere Probleme als gedacht. Ein Unterflurhydrant vor dem Gebäude wurde für den Erstangriff genutzt. Ein weiterer Unterflurhydrant gut 150 Meter entfernt allerdings gab kein Wasser, so dass man auf einen Bohrbrunnen auswich. Dieser gab aber auch nicht die benötigte Wassermenge, immer wieder brach die Versorgung zusammen. Kurzerhand wurde daher vom Gotenweg eine zweite Wasserversorgung aufgebaut.
Unterdessen gingen die ersten Atemschutztrupps ins verrauchte Gebäude – Feuertonnen mit brennendem Stroh im Obergeschoss sorgten hier für die Realbedingungen – und suchten Raum für Raum systematisch nach Brandstellen ab. Hier kamen 3 C - Rohre zu Einsatz, Personen waren nicht mehr im Gebäude. Diverse Gasflaschen aus dem Erdgeschoss wurden in Freie gebracht.

Parallel zum Innenangriff wurde im Außenbereich eine Riegelstellung mit mehreren Strahlrohren zum Schutz der Nachbargebäude in Stellung gebracht. Zudem wurde die gesamte Einsatzstelle ausgeleuchtet. Die Polizei sorgte für einen sicheren Verkehrsfluss, da sich die Einsatzstelle im Bereich der Durchgangsstraße von Barum nach Wittorf befand. Ein Rettungswagen des DRK war ebenfalls zur Eigensicherung an der Einsatzstelle.
Nach einer Stunde wurde die Übung beendet, im Rahmen einer ersten Manöverkritik wurden kleinere Punkte angesprochen, alles in allem waren die Verantwortlichen aber mit dem Ablauf der Übung zufrieden.

Sven Lehmann
Samtgemeindefeuerwehrpressewart Bardowick