Wieder brennt Reetdachhaus in Bütlingen nieder

Bütlingen (Landkreis Harburg, NI), lw:  Erst vor zwei Tagen musste ein Großaufgebot an Feuerwehren in Bütlingen zu einem Wohnhausbrand ausrücken. Die gut 200 Rettungskräfte kämpften über Stunden mit den Brand eines Reetdachhauses und konnten das völlige Niederbrennen nicht verhindern. 

Jetzt, kaum 30 Stunden nachdem die letzten Glutnester der ersten Einsatzstelle abgelöscht waren, mussten die Feuerwehren wieder zu einem Reetdachhausbrand ausrücken. Bereits auf der Anfahrt war klar, dass das Gebäude ebenfalls im Vollbrand steht. Umgehend wurde ein umfangreiches Aufgebot an Rettungskräften alarmiert. Insgesamt 10 Feuerwehren aus dem Landkreisen Harburg und Lüneburg kämpften mit gut 200 Rettern über Stunden gegen die Flammen. Neben den eigenen Kräften der Feuerwehren aus Bütlingen, Avendorf, Marschacht, Tespe und der Drehleiter aus Winsen sowie dem Abrollbehälter „Geräte“ der feuerwehrtechnischen Zentrale, kamen auch Kräfte des unmittelbar angrenzenden Landkreises Lüneburg zum Einsatz. Der dritte Löschzug der Samtgemeinde Bardowick, bestehend aus den Feuerwehren St. Dionys, Handorf, Horburg, Barum und Wittorf unterstützte die Feuerwehren an Anforderung vor Ort. 

Glück im Unglück hatte der einzige Bewohner des Hauses. Er konnte durch einen umsichtigen Nachbarn aus seinem brennenden Haus gerettet werden. Sichtlich geschockt wurde dieser durch den anwesenden Rettungsdienst versorgt und betreut.

Unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Frank Hupertz nahmen die Feuerwehren zahlreiche C- und B-Rohre, so wie das Wenderohr der Drehleiter Winsen/Luhe vor. So konnten die Nachbargebäude vor einer Brandausbreitung geschützt werden. Für das Wohnhaus und das angrenzende Wirtschaftsgebäude bestand allerdings keine Chance auf Rettung mehr. 

Abermals ist die Feuerwehr Bütlingen über Stunden mit der Kräfte zerrenden Aufgabe der Nachlöscharbeiten und dem mühsamen Abtragen des Reetdachhauses beschäftigt. In der vergangenen Woche rückte die Feuerwehr Bütlingen nun zu insgesamt fünf Brandeisätzen aus. Darunter die beiden Großbrände der vergangenen Tage.

Zu der Brandursache, auch an der alten Einsatzstelle von vor zwei Tagen hat die Polizeiinspektion Harburg die Ermittlungen aufgenommen. Betitelt die Polizei den letzten Brand mit einem Sachschaden von ca. 300.000.- Euro, steht die Schadesshöhe bei diesem neuerlichen Feuer noch nicht fest.

Text/Foto: Lutz Wreide, lw oder wr

Fotos 1-3:  Lutz Wreide

ab Foto 4: Sven Lehmann SG FW Pressewart Bardowick

 

Ein Video zu den Löscharbeiten finden Sie unter:
http://www.youtube.com/watch?v=FkR0uJFvlNg

Und ein Bericht von "Hallo Niedersachsen" vom 10.09.2013 unter:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/media/hallonds17543.html