Alarmübung im Bardowicker Kindergarten fordert über 110 Einsatzkräfte

Wenige Tage vor Weihnachten hatte kaum jemand noch mit einer Alarmübung gerechnet. Am Mittwoch vor dem Weihnachtsfest wurden die Feuerwehren aus Bardowick, Barum, Handorf, Horburg, St. Dionys und Wittorf. sowie eine Bereitschaft des DRK Kreisverbandes Lüneburg noch einmal richtig gefordert. Ausgangslage war ein Feuer im Kindergarten am Forsthaus, bei dem eine unbekannte Anzahl von Kindern (Statisten der Jugendfeuerwehren Bardowick, Vögelsen und Mechtersen) vermisst wurde.

Gegen 18.15 wurde zunächst die Feuerwehr Bardowick alarmiert. Als die ersten Kräfte an der Einsatzstelle eintrafen, wurden parallel die Einsatzstufen für Feuerwehr und Rettungsdienst erhöht. Unter der Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Bernd Wehling wurde die Einsatzstelle in mehrere Abschnitte eingeteilt. Während die Abschnitte Menschenrettung und Brandbekämpfung von der Feuerwehr abgearbeitet wurde, wurde die Verletztensammelstelle vom DRK betreut. Weil nicht nur Kinder im Gebäude vermisst wurden, sondern auch unter Schock stehende draußen im nahe gelegenen Wald umher irrten, setzte das DRK zusätzlich speziell trainierte Suchhunde ein. Große Schwierigkeiten bereitete den Einsatzkräften der Einsatzstellenfunk im analogen Bereich, teilweise war keine Verständigung möglichen. Zudem verletzte sich ein Kamerad an der Schulter und wurde vorsorglich zur Kontrolle ins Lüneburger Klinikum gefahren.

Nach gut 90 Minuten war die Übung beendet. Die beiden stellvertretenden Zugführer Andreas Bardowicks aus Bardowick und Carsten Behr aus Handorf, die sich um die Ausarbeitung der Großübung gekümmert hatten, zeigten sich trotz der einen oder anderen Problematik mit dem Ablauf zufrieden.
Anbei Bilder der Übung

Sven Lehmann
SG – FW Pressewart