Feuer zerstört historische Fachwerkscheune in St.Dionys

Aus bisher ungeklärter Ursache ist am Freitagabend, den 03.07. 2015, eine Fachwerkscheune an der Karl – der – Große Straße in St. Dionys bis auf die Grundmauern niedergebrannt. 132 Feuerwehrleute aus 7 Feuerwehren konnten aber ein Übergreifen der Flammen auf zwei benachbarte Gebäude verhindern. Personen wurden nicht verletzt, die Polizei schätzt den Sachschaden nach ersten Erkenntnissen auf ca. 150.000 €. In der Scheune waren u.a. Maschinen des Golfclubs und Inventar der Feuerwehr St. Dionys gelagert. Die Nachlöscharbeiten verbunden mit einer Brandwache dauerten bis Samstagmorgen 8 Uhr.

Gegen 21.20 Uhr alarmierte die Einsatzleitstelle in Lüneburg die Feuerwehren aus St. Dionys, Barum, Horburg, Handorf, Wittorf und Bardowick, zahlreiche Anrufer meldeten das Feuer, welches für die anrückenden Kräfte schon aus der Ferne sichtbar war. Gemeindebrandmeister Sascha Melcher ließ dazu noch eine Drehleiter aus Lüneburg nachalarmieren. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand die 15 mal 20 Meter große Scheune bereits im Vollbrand. Aufgrund der Wärmestrahlung platzten bei den umliegenden Gebäuden bereits die Fensterscheiben, daher wurde zunächst eine Riegelstellung mit mehreren Strahlrohren aufgebaut, um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude zu verhindern. Nachdem nach und nach alle Wehren an der Einsatzstelle eintrafen, wurde dann mit der eigentlichen Brandbekämpfung begonnen, bei der 12 Feuerwehrleute unter Atemschutz eingesetzt wurden. Insgesamt wurden 10 C Rohre, 3 B Rohre und 1 Schaumrohr zur Brandbekämpfung eingesetzt. Mit der Drehleiter wurde der einsturzgefährdete Dachstuhl unter Zuhilfenahme einer Kettensäge Stück für Stück zerlegt. Weiter wurden 4 Wasserversorgungen durch den ganzen Ort aufgebaut, die sich teilweise über mehrere hundert Meter erstreckten. Die Ortsdurchfahrt der K 12 blieb während der Löscharbeiten über mehrere Stunden gesperrt. 

Neben der Abarbeitung des Einsatzes hatten die Einsatzkräfte mit der extremen Schwüle zu kämpfen, zahlreiche Kisten mit Mineralwasser wurden zur Einsatzstelle geschafft, um ein Kollabieren der Helfer zu verhindern. Zusätzlich wurde ein Rettungswagen zur Eigensicherung an die Einsatzstelle beordert. Gegen 0.45 Uhr rückten alle Kräfte bis auf die Feuerwehr St. Dionys wieder ein, diese löschte während der Nacht letzte Glutnester ab und stellte die Brandwache. Die Polizei hat die Einsatzstelle für die Brandursachenermittlung beschlagnahmt. 

Anbei Bilder der Einsatzstelle.

Sven Lehmann
Pressewart Samtgemeindefeuerwehr Bardowick