Kahlschlag der Natur

Eine kritische Betrachtung  zur Landschaftspflege in der Gemeinde Barum, 06.03.2011

Jahrelange Pflege und Aufforstung eines landschaftlich wertvollen Rückzuggebietes für die immer seltener werdenden Tierarten in unserer Region, wie der Hase, das Rebhuhn oder den Fasan wurden durch ein  gedankenloses Abholzen in den letzten Wochen zerstört.
Vor Jahren wurde vom Bündweg, der sgn. „Europastraße“, rechts abbiegend in den Weg, welcher von Barum durch die Felder nach Brietlingen führt rechtsseitig ein Grünschutzstreifen, ein Knick angelegt. Der Weg wurde als Rad - und Wanderweg zur Anbindung an Brietlingen geschaffen. Diese Maßnahme wurde damals aus Steuermitteln finanziert.
Nun aber wurde durch eben diese Gemeinde der Tierartenschutzstreifen wieder abgeholzt. Alle der mehr als fünfzehn Jahre alten Bäume, wie Esche und Eiche, die nicht mehr aus dem Wurzelstock austreiben können blieben nicht verschont! Bedenkt man, welchen Stellenwert der Natur - u. Artenschutz für uns und unsere Nachkommen hat und haben wird ist eine solche Vorgehensweise in der Landschaftspflege mehr als befremdlich.
Abgesehen von dem finanziellen Schaden für die Steuerkasse der  Gemeinde stellt sich hier die Frage, wer diesen Kahlschlag veranlasst bzw. es nicht verhindert hat, so daß es überhaupt zu einer solchen nachhaltigen Zerstörung von Lebensraum der einheimischen Tierwelt kommen konnte.


Text & Fotos: Reinhard W. Pietrowski, Barum