Bardowicker Feuerwehren rücken zum Hochwassereinsatz ins Amt Neuhaus aus – Landkreis Lüneburg erwartet neue Jahrhundertflut – Katastrophenalarm seit 9 Uhr in Kraft

Stand: 05.06.2013

Seit Dienstag, den 04. Juni sind die Feuerwehren aus der Samtgemeinde Bardowick im Hochwassereinsatz. Gegen 17.45 Uhr wurden der Zug Nordost mit den Feuerwehren aus Barum, Handorf, Horburg, St. Dionys und Wittorf und der Zug West mit den Feuerwehren aus Mechtersen, Radbruch und Vögelsen alarmiert und zur Sandsackabfüllstation nach Stiepelse ins Amt Neuhaus beordert. Die Feuerwehr Bardowick blieb zur Sicherstellung des Brandschutzes in der Samtgemeinde.  In Stiepelse wurden von 100 Einsatzkräften die Nacht hindurch bis zum Morgengrauen tausende Sandsäcke abgefüllt. Insgesamt wurden am Dienstagabend rund 800 Einsatzkräfte aus dem ganzen Landkreis Lüneburg in Marsch gesetzt.
Nachdem der Krisenstab um Landrat Manfred Nahrstedt am Dienstagmorgen tagte, stand fest, dass dem Landkreis Lüneburg die mittlerweile vierte „Jahrhundertflut“ in nur elf Jahren bevorsteht. Aufgrund der prognostizierten Pegel ließ Nahrstedt gegen Dienstagmittag Katastrophenvoralarm auslösen. Nach neuerlichen Prognosen wurden am Abend dann die ersten Wehren alarmiert. Dieser Einsatz kam für fast alle Einsatzkräfte so früh recht unerwartet, teilweise von der Arbeit kommend ging es zur „Nachschicht“ an den Deich.
Nach einer weiteren Sitzung des Krisenstabes am Mittwochmorgen hat der Landkreis Lüneburg um 9 Uhr Katastrophenfall erklärt.
Am Morgen nach wenigen Stunden Schlaf wurden die Feuerwehren aus Bardowick und Barum zur Feuerwehrtechnischen Zentrale beordert. Dort mussten die Einsatzkräfte mehrere hunderttausend Sandsäcke auf Paletten verladen, diese werden nun in den nächsten Stunden verteilt. Mittlerweile befinden sich auch Feuerwehren aus den Nachbarkreisen auf den Weg nach Lüneburg.

Sven Lehmann
SG-FW Pressewart