„Barumer Fahnehissen“ oder wie eine Tradition entsteht

Wie aus einer vorabendlichen Übung, den Ort zum Schützenfest zu schmücken eine Tradition entsteht lässt sich schön am Beispiel des „Barumer Fahneaufziehens“ zeigen. Geboren aus der Zeitnot, am Kommersabend (Der erste Freitagabend nach dem 1. Juli) nach der Arbeit die Fahnen und Wimpel noch rechtzeitig in Barum an die Fahnenmasten bringen zu können wurde in einer kleinen Gruppe der Schützen beschlossen dies bereits am Vorabend, also dem Donnerstagabend des Kommersabend planmäßig durchzuführen.

Es wurde, wie es sich für ordentliche Schützen gehört ein Ablaufplan aufgestellt. So wurde der Start- und Zielort, Wahl der Fortbewegungsmittel, (Fahrräder) Verweildauer an den einzelnen Stationen und natürlich die Erfrischungsversorgung festgelegt. Bei den inzwischen 11 Standorten der Fahnenmasten eine logistische Herausforderung welche jedes Jahr aufs Neue trotz aller Widrigkeiten gemeistert werden muss. 

Bemerkenswert ist, daß die Mitglieder des „Fahnenclub“ keine Nachwuchssorgen plagen. Hier zeigt sich einmal mehr wie sich Tradition und Neues verbinden lässt und mit Leben erfüllt wird.

Wir wünschen für das nächste Schützenjahr viel Erfolg und trockenes Wetter.

Text & Fotos: Reinhard W. Pietrowski