Auflagen und Bedingungen zum Abrennen eines Brauchtumsfeuers in der Samtgemeinde Bardowick

Der Veranstaltungstag, der Veranstaltungsort und der öffentliche / traditionelle Charakter des Brauchtumsfeuers ist der Gemeinde und der Samtgemeinde mindestens einen Monat vorher durch den verantwortliche Veranstalter anzuzeigen. Die Samtgemeinde Bardowick behält sich vor, das Brauchtumsfeuer im Rahmen der Gefahrenabwehr mit weiteren Auflagen zu versehen oder zu untersagen.

Brennmaterial:
Es dürfen nur naturbelassene Stoffe verwendet werden (unbehandeltes Holz, Stroh, Baumund Strauchschnitt). Sperrmüll, behandeltes Holz und sonstige Abfälle dürfen nicht verbrannt werden.

Aufschichtung:
Erst an dem Tag, an dem das Feuer angezündet werden soll, darf die Feuerstelle aufgeschichtet werden.
- Maximale Menge: 150 m³
- Maximale Höhe: 2 m

Standort:
An folgenden Standorten darf kein Feuer abgebrannt werden:
- in Schutzzonen (z. B. Naturschutzgebiet)
- in Bereichen von Naturdenkmalen und geschützten Landschaftsteilen
- auf Flächen besonders geschützter Biotope
- auf moorigen Untergrund, wenn die Gefahr der Entstehung eines Moorbrandes besteht

Sicherheitsabstände:
- 100 m zu Gebäuden mit harter Bedachung
- 200 m zu Gebäuden mit weicher Bedachung
- 100 m zu öffentlichen Verkehrsflächen, die nicht ausschließlich dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr dienen
- 100 m zu Wäldern, Zeltplätzen, Energieversorgungslagen
- 300 m zu Einrichtungen mit erhöhter Brand- oder Explosionsgefahr

Abbrennverbot:
- bei lang anhaltender trockener Witterung
- bei starkem Wind (Windstärke 6 und mehr)

Anzündung:
Als Hilfsmittel für die Anzündung kommen trockenes Stroh oder eine Gasbrennerflamme in Betracht, Brandbeschleuniger darf nicht verwendet werden.

Sonstiges:
- Der Veranstalter hat sicherzustellen, dass die Besucher des Brauchtumsfeuers einen ausreichenden Abstand zur Feuerstelle (mindestens die Höhe des Feuers) einhalten.
- Der Veranstalter darf die Feuerstelle erst verlassen, wenn Feuer und Glut erloschen sind.
- Das Feuer muss innerhalb weniger Stunden abgebrannt sein.
- Sofern Getränke und Speisen ausgeschenkt werden, ist ein vorübergehender Gaststättenbetrieb nach dem NGastG bei der Samtgemeinde Bardowick anzuzeigen.
- Es ist eine Genehmigung von dem Eigentümer der Fläche, auf dem das Brauchtumsfeuer abrennen soll, bei der Gemeinde vorzulegen, sofern der Veranstalter nicht selber der Eigentümer der Fläche ist.
- Verbrennungsrückstände sind innerhalb von einer Woche nach dem Abbrennen einer geordneten Entsorgung zuzuführen.
- Geeignete Löschmittel sind in ausreichender Menge an der Feuerstelle bereitzuhalten

 Stand 03.03.2016