Gemeinschaftliche Hilfe – nicht nur Worte

Barum am 4. September 2015 um 19:27 Uhr. Alarmierung der Feuerwehr Barum. Wohnungsbrand in der Alten Dorfstraße. Also fast dem neuen Feuerwehrgerätehaus gegenüber. Das gesamte Wohnhaus des ehemaligen Wolter‘schen Hofes stand in Flammen. Nach dem Löschen des Brandes standen 8 Menschen ohne Unterkunft, nur mit der Kleidung, welche sie am Leibe trugen auf der Straße. 

Was also konnte man tun um ihnen vorerst zu helfen und ein Dach über dem Kopf für diese Nacht zu besorgen? Die drei Mietparteien brauchten ja zuerst einmal für diese Nacht eine Unterkunft. Vor allem die drei von dem Feuer betroffenen Kinder. Hier traten die Familie Lutz Lehmann aus Barum und die Familie Reimers aus Horburg auf den Plan. Ohne groß viel Aufhebens wurde die Familie Zelas bei ihnen für die erste und die zweite Nacht zum Schlafen untergebracht. Die zwei anderen Brandgeschädigten, Andrea Eckermann und Gernold Bose wichen für die nächste Tage zu ihren Familien nach Brietlingen und Hamburg aus. Die nächste Unterkunft fand sich dann für die Familie Zelas auf dem Fehlinghof, unweit der Brandstelle in der Wohnung der ehemaligen Altbäuerin Luise Fehling bis zur Anmietung einer eigenen Wohnung in Horburg. 

Aber in der neu angemieteten Unterkunft waren ja auch nur die notwändigsten Möbel vorhanden. Es fehlte eben an allem. Schulbücher, Betten und Bettzeug, Kleidung, Schuhe und nicht zu vergessen Lebensmittel, denn das ausgebrannte Gebäude durfte ja wegen der Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden um noch eventuell verwertbare Sachen oder Gegenstände dort heraus zu holen.

In dieser Notsituation zeigte sich dann aber die Hilfsbereitschaft einer Gemeinschaft. Mitbürger, welche man nur vom Sehen kannte brachten Tüten voller Kleidung, komplette, neue Kinderbetten mit Bettzeug wurden in der Wohnung abgegeben. Schulbücher, Schulhefte und Stifte fanden den Weg dorthin, wo sie dann am nächsten Tag gebraucht wurden. Die ersten Geldspenden trafen zur ersten Linderung zum Einkauf von Lebensmitteln ein. Diskret wurden Fragen gestellt, wo und wie man denn helfen könne.

Die Freiwillige Feuerwehr Barum rief über Facebook und andere Medien zu Spenden auf das Konto des Fördervereins FW Barum auf. In der Kirche in St. Dionys wurde eine Kollekte für die Brandgeschädigten gesammelt und der Erlös des diesjährigen Laternenumzuges der Feuerwehr Barum geht ebenfalls zu gleichen Teilen aufgeteilt an die vom Feuer Betroffenen. 

Mit dieser Hilfsbereitschaft einer gesellschaftlichen Gemeinschaft zeigt sich einmal mehr, wie Menschen mit einem Selbstverständnis ohne viel Aufhebens zur Hilfe bereit sind. 

Schön, dass es diese Hilfsbereitschaft gibt!

An dieser Stelle möchten sich Gernold Bose, Andrea Eckermann und Celine, Jason, Mia Zelas sowie ihre Eltern bei allen bekannten und unbekannten Helfern nochmals ganz herzlich bedanken.

text & fotos Reinhard W. Pietrowski 2015