Vollsperrung zw. Barum und St. Dionys

Aufgrund der Wetterlage wird nun am 08.05.2015 ein neuer Versuch unternommen! 

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Die Bekämpfung aus der Luft wird für den Straßenbereich zwischen St.Dionys und Barum am 07.05.2015 vormittags erfolgen, die Kreisstraße wird für die Zeit des Überfluges für ca. 15 Minuten voll gesperrt.

Die Bekämpfung von der Erde wird voraussichtlich am 21.05.2015 stattfinden, dieser Termin kann sich aber auch noch nach vorne verschieben, wenn die Kapazität der Firma durch ein weiteres Fahrzeug erhöht wird.

Allgemeinverfügung des Landkreises Lüneburg zur vorbeugenden Abwendung gesundheitlicher Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner

Zum Schutz der Gesundheit der Menschen vor dem Eichenprozessionsspinner wird angeordnet:

1. Der Landkreis Lüneburg bekämpft im Frühjahr 2015 neu geschlüpfte Raupen des Eichenprozessionsspinners durch Besprühen befallener Bäume mit einem Bekämpfungsmittel,

a) bevor sich die Brennhaare entwickelt haben und

b) an Orten nahe dem für die allgemeine Öffentlichkeit frei zugänglichen Straßenraum oder entsprechenden Plätzen, wo die menschliche Gesundheit besonders gefährdet ist.

Insoweit übernimmt der Landkreis Lüneburg die Zuständigkeit nach § 102 Abs. 1 Nds. SOG. Die Zuständigkeit bleibt im Übrigen weiter bei den örtlichen Ordnungsbehörden, also insbesondere für die Bekämpfung in für die allgemeine Öffentlichkeit nicht frei und uneingeschränkt zugänglichen Bereichen oder für die mechanische Beseitigung von Raupen oder Nestern.

2. Innerorts wird die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durch Besprühen befallener Bäume mit dem Bekämpfungsmittel Dimilin vom Boden aus in folgenden Siedlungsbereichen durchgeführt:

Gemeinde Amt Neuhaus

Bitter, Bohnenburg, Darchau, Dellien, Groß Banratz, Groß Kühren, Gülstorf, Haar, Herrenhof,

Kaarßen, Konau, Krusendorf, Laake, Laave, Neu Garge, Neuhaus, Niendorf,

Pommau, Popelau, Pinnau, Preten, Privelack, Raffatz, Rassau, Rosien, Stapel, Stixe,

Strachau, Sumte, Tripkau, Vockfey, Wehningen, Wilkenstorf, Zeetze

Stadt Bleckede

Alt Garge, Barskamp, Bleckede, Bleckeder Moor, Brackede, Garlstorf, Garze, Karze,

Nindorf, Radegast, Rosenthal, Vogelsang, Wendewisch

Samtgemeinde Dahlenburg

Bahnhof Göhrde, Dahlenburg, Dumstorf, Eichdorf, Eimstorf, Ellringen, Gienau,

Nahrendorf, Pommoissel, Ventschau

Samtgemeinde Ostheide

Barendorf, Bavendorf, Gifkendorf, Holzen, Horndorf, Neetze, Neu Neetze, Radenbeck,

Reinstorf, Rohstorf, Sülbeck, Süttorf, Thomasburg, Vastorf, Volkstorf, Wendisch Evern,

Wennekath, Wiecheln

Samtgemeinde Scharnebeck

Ahrensschulter, Barförde, Bockelkathen, Boltersen, Brietlingen, Brietlingen-Moorburg,

Bullendorf, Echem, Hittbergen, Hohnstorf, Jürgenstorf, Lüdersburg, Lüdershausen, Neu

Jürgenstorf, Nutzfelde, Rullstorf, Scharnebeck

Gemeinde Adendorf

Hansestadt Lüneburg – gesamtes Stadtgebiet

Samtgemeinde Ilmenau

Barnstedt, Deutsch Evern, Embsen, Heinsen, Kolkhagen, Melbeck,

Neu Oerzen, Oerzen

Samtgemeinde Bardowick

Barum mit den Ortsteilen St. Dionys und Horburg, Handorf, Radbruch, Bardowick

Samtgemeinde Gellersen

Dachtmissen, Heiligenthal, Kirchgellersen, Reppenstedt, Südergellersen, Westergellersen

In Ausnahmefällen wird der Eichenprozessionsspinner in der Gemeinde Amt Neuhaus an nachfolgenden Stellen auch außerhalb von Ortschaften vom Boden aus bekämpft: 

Bahndamm östlich von Preten, Zufahrtsstraße zum Hotel Gülstorf und das Gelände des Hotels und nördlicher Teil des Sumter Sees.

3. Außerorts wird das Bekämpfungsmittel vom Hubschrauber aus auf befallene Bäume aufgesprüht. Die hiervon betroffenen Straßenabschnitte werden während der Ausbringung des Bekämpfungsmittels für ca. 15 Minuten für den öffentlichen Straßenverkehr gesperrt.

4. Die genauen Orte der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beruhen auf den Meldungen der örtlichen Ordnungsämter und ergeben sich aus der beigefügten Karte.

5. Die Bekämpfung erfolgt im Zeitraum vom 01.04.2015 bis 15.06.2015. Die konkreten Termine richten sich nach der Larvenentwicklung.

6. Die Ausbringung des Bekämpfungsmittels erfolgt teilweise auf Flächen und Wegen im kommunalen Eigentum. Sofern Flächen Dritter betroffen sind, ist der Einsatz von diesen Personen zu dulden.

7. In Bereichen, die dem Naturschutz dienen, gilt:

a) nur Bereiche mit besonderer Gefährdungslage für die menschliche Gesundheit werden behandelt,

b) eingesetzt werden nur besonders qualifizierte Bekämpfungsunternehmen,

c) der Einsatz an besonders sensiblen Stellen wird fachlich überwacht.

8. Als Bekämpfungsmittel wird Dimilin 80 WG eingesetzt.

9. Die sofortige Vollziehung dieser Anordnung wird angeordnet.

10. Diese Allgemeinverfügung gilt am Tage nach ihrer Bekanntmachung als bekannt gegeben. Die Allgemeinverfügung nebst Begründung sowie die Karte, aus der die zu behandelnden Bereiche entnommen werden können, können im Internet unter www.lueneburq.de/Eichenprozessionsspinner eingesehen werden. Dem Original der Allgemeinverfügung liegt eine ausgedruckte Karte bei. Originalverfügung und Karte können bei der Kreisverwaltung im Gebäude 4, Eingang Am Graalwall 4, 21335 Lüneburg, 1. Stock, Zimmer 109, während der üblichen Bürozeiten eingesehen werden. Ansprechpartnerin ist Frau Ute Böther, Tel. 04131 26-1489.

Rechtsgrundlagen:

Die Verfügung beruht auf den §§ 1 Abs. 1, 11, 102 Abs.1 des Niedersächsischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Nds. SOG) vom 19.01.2005 (Nds. GVBI. 2005 S. 9), zuletzt geändert durch Gesetz vom 16.12.2014 (Nds. GVBI. S. 436).

Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen diese Verfügung kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Klage beim Verwaltungsgericht Lüneburg, Adolph-Kolping-Straße 16, 21337 Lüneburg, schriftlich oder zur Niederschrift erhoben werden.

Hinweis:

Die Klage kann auch in elektronischer Form nach Maßgabe der Niedersächsischen Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr in der Justiz vom 21. Oktober 2011 (Nds. GVBL S. 367) erhoben werden. Mit allgemein üblichen E-Mails kann elektronischer Rechtsverkehr nicht betrieben werden. Auf der Internetseite des Nds. Oberverwaltungsgerichtes finden Sie hierzu weitere Informationen.

Lüneburg, 03.03.2015

i. V. J. Krumböhmer