Das Geheimnis

des Erfolges eines gelungenen Schützenfestes (3. bis 5. Juli 2015 in Barum) ist die gute Vorbereitung.

Nach dem Fest ist vor dem Fest. Diese alte Weisheit aus der Fußballwelt trifft auch für viele jährlich wiederkehrende Veranstaltungen in unseren Bereichen zu. 

So auch in Barum. Kaum sind die letzten Musikstücke beim Schützenfest verklungen schon wird mit der Musikgruppe über den Auftritt im nächsten Jahr verhandelt. Sollen doch Überschneidungen bei den nächstjährigen Festen oder Feiern der Vereine vermieden werden. Also heißt es rechtzeitig Termine abstimmen. 

Aber von vorne. Es beginnt im zeitigen Frühjahr auf der Vorstandsebene des Vereins. Hier wird schon einmal die „grobe“ Richtung vorgegeben. Dann folgen die Zusammenkünfte im sogenannten erweiterten Vorstand. Hier findet die Aufgabenverteilung bzw. Zuordnung der Aufgaben zu den einzelnen Bereichen statt. Nicht zur Diskussion stehen dabei die Aufgaben des Schatzmeisters, (Das ist die Person, welche immer zu wenig Geld hat) Die Sportleiterin (Bei der man eine rote Linie überschreitet, wenn man unbefugt die Waffenkammer betritt) sie aber charmant und mit viel Geduld die Schiessergebnisse verkündet, der Bogenreferent (der mit seinen kleinen quirligen „Indianer“ geduldig das Zielen mit dem Bogen übt) und nicht zuletzt der Festausschuss, der dafür sorgt, daß ein Autoskooter und/oder ein Kettenkarussell auf dem Festplatz aufgestellt wird. 

Und was wäre am Sonntag der Empfang der Gäste ohne den Kommandeur, der jede Abordnung mit launigen Worten begrüßt und dann den Ummarsch, gemeinsam mit dem Ortsbrandmeister durch den Ort anführt. Der nach dem Zwischenstopp zur Erfrischung mit Fruchtsaft und Hopfenkaltschale das Kommando zum Aufbruch Richtung Festplatz gibt, wo dann die Kinder bei den von den Schützenschwestern bestens vorbereiteten Spielen ihren Spaß haben. Bevor es aber am Sonntag soweit ist findet am Sonnabendnachmittag die Proklamation der neuen Würdenträger auf dem Festplatz statt. König, Königin, Volkskönig, Jugend- u. Schülerkönige werden auf dem schon mit Birkengrün geschmückten „Bühnenwagen“ gekürt. Und ja: Dieses Amt nimmt der Präsident zusammen mit der Sportleitung gerne wahr. Ist es doch eine gute Gelegenheit Gemeinsamkeit zu pflegen und alle BürgerInnen zu diesem Fest einzuladen.

All diese Dinge laufen ja organisatorisch gut geplant im Hintergrund ab, müssen aber jedem der Ausführenden stets präsent sein. 

So auch der minutiös geplante Ablauf der hervorragend ausgestatteten Tombola. Schon im Laufe eines Jahres wurden die hochwertigen Preise von den Damen der „Tombola-Crew“ eingekauft um dann am Sonntagnachmittag Punkt 16:00 Uhr auf dem Festsaal Flindt ausgelost zu werden. Zu gewinnen ist, wenn einem das Glück hold ist z.B. der Reihe nach der Vertikutierer, nach dessen Einsatz man sich es sich auf der Gartenbank oder auf den zu gewinnenden Gartenstühlen am Grill das Filet brät, sich aus der Thermoskanne eine Tasse Kaffee zur Erfrischung einschenkt und sich dabei erholt. Sollte man von der Gartenarbeit zu sehr ermüdet sein wäre noch ein Reisebett zur Erholung zu gewinnen. 

Es lohnt sich schon allein deshalb der Kauf von mehreren Losen, um mit etwas Glück in den Besitz einer dieser Topgewinne zu kommen. 

Zu all den genannten Punkten gibt es dann eine Vorversammlung zum Schützenfest, in welcher die einzelnen Punkte vom Vorstand vorgetragen, sie etwa „abgenickt“ werden oder noch eine Verbesserung durch die Versammlung erfahren. Dies ist nur ein kleiner Ausriss aus der „unsichtbaren“ Planung und Organisation aber er zeigt den Aufwand, der erforderlich ist um das Schützenfest zu einem Erfolg werden zu lassen. 

Wobei: Sollte es einmal besonders gut klappen ohne das niemand weiß warum könnte es auch an einer gelungene Improvisation gelegen haben!

Text & Fotos: Reinhard W. Pietrowski 2015
Die CD kann unter Beachtung der datenrechtlichen Bestimmungen zur ausschließlich privaten Nutzung auf dem Schießstand ausgeliehen werden. Alle hier gezeigten Darstellungen von Produkten sind nur beispielhaft und stellen keine Verletzung des Urheberrechts dar.