Streik im Barumer Kindergarten

Seit Dienstag, dem 26. Mai 2015 streiken in der Samtgemeinde Bardowick nur noch ein Bardowicker und unser Barumer Kindergarten!

Anbei aktuelle Links auf Pressemitteilungen:  

Arbeitgeber laden zu Tarifverhandlungen ein
VKA macht förmliches Angebot und drängt auf Verhandlungen / VKA-Präsident: „Gewerkschaften sollen Blockadehaltung aufgeben.“
Presseinformation der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) vom 28. Mai 2015

Angebot der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände an die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst
Das Tarifangebot der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) vom 28. Mai 2015

KINDER UND ELTERN LEIDEN - STREIK IST KEINE LÖSUNG
Kommunen fordern Gewerkschaften zu realistischen Tarifverhandlungen auf
Gemeinsame Pressemitteilung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, des Niedersächsischen Städtetages und des Niedersächsischen Landkreistag vom 28.05.2015

Ergänzung laut der VKA vom 29. Mai 2015:
Die Gewerkschaften haben die Einladung der Arbeitgeber zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen angenommen. Hierzu VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle: „Es ist ein gutes Zeichen, dass es nun in der kommenden Woche endlich mit den Tarifverhandlungen weitergehen kann. Das zeigt, dass der heutige Weg der VKA richtig war, die vorliegenden Vorschläge zu einem formalen Angebot zu erheben und die Gewerkschaften zu konkreten Verhandlungen nicht nur wiederholt aufzufordern, sondern auch direkt einzuladen. Wir sind erleichtert, dass es Anfang nächster Woche zu Verhandlungen kommen wir. Die genauen Daten stimmen wir gerade ab.“
(Quelle: http://www.vka.de/site/home/vka/presse/pressemitteilungen__aktuelles/view-details-id-101.htm)

Presseinformation der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) vom 28. Mai 2015

Arbeitgeber laden zu Tarifverhandlungen ein
VKA macht förmliches Angebot und drängt auf Verhandlungen / VKA-Präsident: „Gewerkschaften sollen Blockadehaltung aufgeben.“

Frankfurt am Main. Die kommunalen Arbeitgeber drängen auf ein Streik-Ende im Sozial- und Erziehungsdienst. Die VKA fordert die Gewerkschaften zu Tarifverhandlungen auf und lädt mit heutigem Schreiben die Vorsitzenden von ver.di und dbb, Bsirske und Dauderstädt, zu Verhandlungen am kommenden Dienstag (2. Juni) in Frankfurt ein.

Die Mitgliederversammlung der VKA hat zuvor in ihrer heutigen Sitzung das Vorschlagspapier der VKA mit den dort enthaltenen Verbesserungen zu einem formalen Angebot erhoben. „Nun sind die Gewerkschaften am Zug. Einfach nur streiken reicht nicht“, so VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle. „Wir wollen die Blockade der Gewerkschaften aufbrechen und haben deshalb eine konkrete Einladung zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen ausgesprochen.“

Böhle weiter: „Aus unserer Sicht kommt es nicht darauf an, ob das VKA-Papier ein Vorschlag oder ein formales Angebot ist. Es kommt darauf an, dass Arbeitgeber und Gewerkschaften ernsthafte Tarifverhandlungen führen. Das verweigern die Gewerkschaften seit sie am 21. April die Verhandlungen abgebrochen haben. Damit muss jetzt Schluss sein“, so Böhle weiter. „Es kann nicht sein, dass die Gewerkschaften Kinder und Eltern mit einem wochenlangen Streik massiv belasten und sich gleichzeitig Tarifverhandlungen verweigern.“

In ihrem Angebot schlägt die VKA vor, im Sozial- und Erziehungsdienst dort, wo die Anforderungen seit der Sonderrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst 2009 gestiegen sind, die Eingruppierung und Bezahlung zu verbessern. Stichworte: Inklusion, Integration, Sprachförderung, musische Früherziehung oder schwierige Tätigkeiten mit qualifizierten Fachweiterbildungen. Den Beschäftigten brächte das zum Teil deutliche Zugewinne: Für Erzieher/innen um bis zu 443 Euro monatlich, für Kinderpfleger/innen um bis zu 201 Euro und für Kita-Leitungen um bis zu 448 Euro.

Derzeit liegen die Monatsgehälter von Erzieher/innen in kommunalen Kitas zwischen 2.590 Euro und 3.750 Euro, bei Kita-Leitungen sind es bis zu 4.750 Euro. Die Gewerkschaften fordern weitere Steigerungen um bis zu 21 Prozent. Die Gewerkschaften haben sich bislang in keinem einzigen Punkt ihres 15-seitgen Forderungskatalogs kompromissbereit gezeigt und verweigern Tarifverhandlungen seit dem 21. April 2015.

Weitere Informationen zu den Verhandlungen und Quelle: www.vka.de. 

Gemeinsame Pressemitteilung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, des Niedersächsischen Städtetages und des Niedersächsischen Landkreistag vom 28.05.2015

KINDER UND ELTERN LEIDEN - STREIK IST KEINE LÖSUNG
Kommunen fordern Gewerkschaften zu realistischen Tarifverhandlungen auf

„Der Tarifkonflikt im Sozial- und Erziehungsdienst darf nicht weiter auf dem Rücken von Kindern und Eltern ausgetragen werden. Der richtige Ort hierfür ist der Verhandlungstisch“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages, Prof. Dr. Hubert Meyer, heute für die Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen Spitzenverbände in Hannover. Der Arbeitsgemeinschaft gehören der Niedersächsische Städtetag (NST), der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) und der Niedersächsische Landkreistag (NLT) an. Die drei Spitzenverbände repräsentieren alle niedersächsischen Kommunen. 

„Wir erkennen ausdrücklich die derzeit schon ausgezeichnete Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher in unseren Kindertagesstätten an, indem wir gerade in diesem Bereich bereits heute durchaus angemessene Gehälter zahlen. Allerdings fordern die Gewerkschaften pauschal höhere Eingruppierungen – dies würde zu Gehaltssteigerungen von teilweise mehr als 20 Prozent führen. Eine komplette Umsetzung der gewerkschaftlichen Forderungen würde daneben zu grundlegenden Strukturänderungen im Gehaltsgefüge der Kommunen führen und damit weitreichende Auswirkungen haben“, sagte der Präsident des NSGB, Dr. Marco Trips. 

Die Monatsgehälter von Erzieher/innen liegen in kommunalen Kitas zwischen 2.590 und 3.750 Euro – je nach Tätigkeit und Berufserfahrung. Kita-Leitungen erhalten bis zu 4.750 Euro brutto. Zusätzlich zum Monatsgehalt erhalten die Beschäftigten eine Jahressonderzahlung, das Leistungsentgelt, die betriebliche Altersversorgung des öffentlichen Dienstes sowie eventuell Zulagen/Zuschläge. Eine pauschale Erhöhung der Gehälter gab es zuletzt durch den Tarifabschluss von 2014 mit einem Plus von 5,4 Prozent. Die letzte Erhöhung trat erst vor zwei Monaten in Kraft: 2,4 Prozent mehr Gehalt seit März 2015.

„Die kommunalen Arbeitgeberverbände sind bereit, über realistische Forderungen zu verhandeln. Die Kommunen, die derzeit schon den überwiegenden Teil der Kosten tragen, müssen sich die Kindererziehung auch in Zukunft noch leisten können. Letzten Endes müssen die Eltern, die zum großen Teil längst nicht so viel wie die Erzieherinnen und Erzieher verdienen, über die Elternbeiträge die Gehälter auch mit bezahlen“, erläuterte Heiger Scholz, Hauptgeschäftsführer des NST.


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Gemeinsame Pressemitteilung des NSGB, NST und NLT vom 28.05.2015

Quelle http://www.nsgb.de/