Was soll man schreiben…

Über einen Mann, der den Mut hatte in die großen Stiefel seines Vorgängers Günter Schnabel zu schlüpfen. Größenwahn kann es nicht gewesen sein. Es war wohl eher das Bewusstsein etwas für die Gemeinschaft tun zu können. 

Die Rede ist hier vom Ortsbrandmeister Jürgen Lehmann, der am 19. März 2016 in Lüneburg die ihm vom Bundespräsidenten Gauck verliehene Bundesverdienstmedaille des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus der Hand von Landrat Manfred Nahrstedt entgegen nahm.

An dieser Feierstunde nahmen Verwandte, Freunde und Weggefährten teil.

Es würde den Rahmen sprengen wollte man all die Aktivitäten und Ämter aufzählen die er in den 30 Jahren als Ortsbrandmeister in Barum erfüllt hat. Um hier nur einige zu nennen: Mitglied in der Feuerwehr seit 1973 gründete er 1981 die Jugendfeuerwehr Barum / Horburg, nahm an der Bekämpfung der Waldbrandkatastrophe 1975 in der Lüneburger Heide teil, half beim Eindämmen des Bruchs am Elbeseitenkanals 1976 und war bei den Hochwasserkatastrophen der Elbehochwasser 2002, 2006, 2011 und 2013 in tagelangem Einsatz dabei. Die Realisierung des neuen Feuerwehrgerätehauses im Jahre 2014 in Barum wäre ohne das Einbringen seiner Freizeit mit seinem Wissen und Können nicht gelungen. 

Danke dafür!

Als Helmut Schmidt, ehemals Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von den Sekundärtugenden wie Zuverlässigkeit, Gemeinsinn und Aufrichtigkeit sprach muss er als Vorbilder Menschen wie Jürgen Lehmann im Blick gehabt haben welche Ehrenämter nicht als Last sondern als Aufgabe und Vorbildfunktion vor Augen hatten. 

Aber Vorbilder haben auch Ecken und Kanten, wie sollte es anders sein. Sie schleifen sich ab aber nie rund oder werden stromlinienförmig.

Schön, daß wir in Barum solche Menschen haben!

Wir wünschen Dir für die Zukunft weiterhin eine gute Kondition um dich auch als „Löschknecht“ für die Gemeinschaft einbringen zu können!

text & fotos Reinhard W. Pietrowski, archiv barum 2016