Die Radwegebenutzungspflicht in Barum wird zukünftig aufgehoben!

Der Landkreis Lüneburg · Straßenverkehr und Führerscheine erlässt als zuständige Straßenverkehrsbehörde gemäß § 45 Abs. 1 bis 3 StVO auf nachge-Barum, Am See (K1) und St. Dionyser Straße (K12) folgendes:

Die Radwegebenutzungspflicht entlang der K1 und der K12 in der OD Barum ist durch das Entfernen aller vorhandenen VZ 240 (Gemeinsamer Geh- und Radweg) aufzuheben, da es an einer besonderen Gefahrenlage gem. § 45 Abs. 9 StVO fehlt.

Stattdessen ist rechts in Fahrtrichtung an der K1 von Brietlingen und an der K12 von der Kreuzung K1/K12 kommend das VZ 239 (Sonderweg Fußgänger) mit dem Zusatz VZ 1022-10 (Radfahrer frei) aufzustellen. Die Schilder sind nach jeder Straßeneinmündung zu wiederholen. 

Jeweils ca. 70m vor und nach dem Ende der Radwegebenutzungspflicht ist das VZ 138 (Radfahrer kreuzen) an geeigneten Stellen aufzustellen.

Im Einzelnen:

K1:
Aus Richtung Brietlingen kommend endet künftig die Radwegebenutzungspflicht rechtsseitig nach der Einmündung Heimweg. Da der Radweg sich in einem guten Zustand befindet und breit genug ist, um Radfahrer in Fahrtrichtung, nicht gegenläufig, dort fahren zu lassen, ist das VZ 239 (Sonderweg Fußgänger) mit dem Zusatz VZ 1022-10 (Radfahrer frei) aufzustellen.

In Richtung Brietlingen fahrend ist nach der Einmündung Heimweg das VZ 240 (Gemeinsamer Geh- und Radweg) anzubringen, um dem Radfahrer deutlich zu machen, dass ab dieser Stelle in Richtung Ortsausgang Barum wieder die Radwegebenutzungspflicht herrscht. Der Radfahrer aus der Ortsmitte kommend muss an dieser Stelle auf die gegenüberliegende Seite wechseln.

Rückseitig des vorhandenen VZ 240 (Gemeinsamer Geh- und Radweg) beim Ortsausgang in Richtung Bütlingen ist das VZ 240 (Gemeinsamer Geh- und Radweg) mit dem Zusatz VZ 1012-31 (Ende) anzubringen. 

Auf dem rechtsseitigen Weg von Bütlingen kommend sind die Zusätze VZ 1022-10 (Radfahrer frei), welche gegenläufig unter den VZ 239 (Sonderweg Fußgänger) angebracht sind, zu entfernen. Der Weg ist lediglich 1,60m breit und daher für die gegenläufige Freigabe nicht breit genug.

K12:
Aus Richtung St. Dionys kommend endet die Radwegebenutzungspflicht vor der Einmündung Gruftweg. Rückseitig des vorhandenen VZ 240 (Gemeinsamer Geh- und Radweg) ist das VZ 240 (Gemeinsamer Geh- und Radweg) mit dem Zusatz VZ 1012-31 (Ende) anzubringen. Der Radfahrer hat folglich auf Höhe des Gruftweges auf die Fahrbahn zu wechseln, da der rechtsseitige Weg lediglich 1,65m breit ist und somit nicht für den Radverkehr freigegeben werden kann.

Von der Kreuzung K1/K12 kommend ist rechtsseitig das VZ 239 (Sonderweg Fußgänger) mit dem Zusatz VZ 1022-10 (Radfahrer frei) aufzustellen. Der Radweg befindet sich in einem guten Zustand und ist mit seiner Breite von 2,20m breit genug ist, um Radfahrer in Fahrtrichtung, nicht gegenläufig, dort fahren zu lassen.

Begründung:
Die Radwegebenutzungspflicht entlang der K1 und der K12 in der OD kann nicht weiter aufrechterhalten werden. Die Gehwege in der OD erfüllen nicht die baulichen Voraussetzungen für das VZ 240. Die K1 und die K12 verlaufen fast überwiegend gerade und sind breit genug, um Radfahrer dort fahren zu lassen. Das Verkehrsaufkommen spricht nicht gegen die Aufhebung der Benutzungspflicht. Der DTV-Wert beträgt auf der K1 ca. 3830. Der Schwerlastverkehr 3,8 %. Auf der K12 beträgt der DTV-Wert 2.750 und der Schwerverkehr 3,3 %. Unfalllagen, die für eine Radwegebenutzungspflicht sprechen, hat es bisher nicht gegeben.

Ausgenommen des rechtseitigen Weges aus Brietlingen kommend (K1) und von der Kreuzung K1/K12 kommend entlang der K 12 sprechen die vorhandenen Grundstücksausfahrten, Straßeneinmündungen und geringen Wegbreiten gegen die Freigabe der Gehwege für den Radverkehr.

Insbesondere aus Brietlingen kommend fährt der Verkehr sehr zügig in den Ort. Aufgrund dessen, dass die Radfahrer diesen heranfahrenden Verkehr beim Einfahren in die Ortsmitte im Rücken haben und es in dem Abschnitt durch vieler Bäume sehr dunkel ist, wird der Gehweg rechtseitig in Fahrtrichtung für den Radverkehr freigegeben. Dem Radfahrer muss unter den Voraussetzungen kein Zwangswechsel auf die Fahrbahn zugemutet werden. Die rechtseitige Hochbordanlage ist zudem in einem guten Zustand und mit ihrer durchgängigen Breite von 2,30m breit genug, um Radfahrer in Fahrtrichtung dort fahren zu lassen. Lediglich der rechte Rand auf der Hochbordanlage ab der Einmündung zu der Alten Dorfstraße (Höhe Volksbank-Filiale, in Richtung Bütlingen) ist zu reinigen, da der Weg an der Stelle zuwächst.

Derzeit ist der linksseitige Gehweg von der Kreuzung K1/K12 kommend beidseitig für den Radverkehr freigegeben. Gegen diese Freigabe spricht jedoch die Breite von lediglich 1,60m. Zudem verläuft parallel zur K 1 der Schöpfweg, sodass alternativ zukünftig zum Fahren auf der Fahrbahn dieser benutzt werden kann.

Insbesondere die Erreichbarkeit zur Barumer Grundschule ist damit weiterhin gegeben.

Landkreis Lüneburg
Straßenverkehr & Führerscheine
21.03.2016